Syrien - UOSSM Germany

Syrien

SYRISCHE KRISE:

Gesundheitswesen in Syrien:

"Der essentielle Gesundheitssektor wurde weiter beeinträchtigt, aufgrund des Exoduses von qualifizierten Beschäftigten des Gesundheitswesens, mit einem Abstieg von 60 Prozent der lokalen Produktion der Pharmazie, und einem Anstieg auf Preisen für lokal produzierte Pharmazie mit 50 Prozent. Über 640 Beschäftigte wurden seit Beginn der Krise umgebracht, und medizinische Einrichtungen werden weiterhin attackiert. Schätzungsweise 58 Prozent der öffentlichen Krankenhäuser und 49 Prozent der öffentlichen Gesundheitszentren sind entweder nur teilweise funktionsfähig oder geschlossen. In den nördlichen Teilen von Syrien sind nur 36 % der Gesundheitseinrichtungen in Strukturen, wie vor der Krise, funktionsfähig, was dazu führt, das viele Gesundheitsdienstleister von Gebäuden aus arbeiteten, die nicht für die Lieferung des Gesundheitssektors gebaut waren. Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten, wie Diabetes, Ausfall der Niere, Asthma, Epilepsie, Krebs oder cardiovaskuläre Krankheite, haben ein erhöhtes Risiko des Sterbens oder entwickeln Komplikationen, da es schwierig ist, an lebensrettende Medizin zu kommen. Ein ernsthafter Mangel an ausgebildeten Hebammen, inklusive Geburtshelfer, bedeutet, dass es große Hürden gibt, wenn es darum geht, schätzungsweise 300.000 Frauen Hilfestellung zu leisten, die schwanger sind und besondere Unterstützung brauchen. Nur 10 Prozent der Zentren für medizinischen Grundversorgung geben einfache Leistungen für mentale Gesundheit. Die Zahl der Menschen, die Hilfe für ihre mentale Gesundheit brauchen steigt, besonders solche, die von Depressionen, Angstzuständen, Psychose, und stressbedingte Konditionen leiden. Momentan werden 600.000 Menschen in Syrien geschätzt, die an einer ernsthaften mentalen Krankheit leiden." - UNOCHA

Der Kollaps des Gesundheitssystems in Syrien, im gesamten Land, besonders in dem Gebiet, dass von der syrischen Opposition eingenommen wurde, zeigt das Fehlen einer gouvernanten und strategischen Plannung, wie man die Krise des Gesundheitssystems in Syrien adressiert. Dies zeigt sich im Folgenden: 

  • Schlechte strategische Planung, mit Fokus einer schnellen Reaktion und kurzfristigen Zielen der Ausgaben für die Entwicklung des Gesundheitssystems 
  • Ungleicher Vertrieb medizinischer Ressource, welche oft mit unvollständigen, falschen oder redundanten Informationen durch die unterstützende Organisation gegeben werden
  • Schlechte und/ oder unzureichende Leistungen der Gesundheitsversorgung für die allgemeine Bevölkerung und Anstieg der Sterberate 
  • Migration von Doktoren, verschlechtern die Krise in diesem Sektor

Information wird als Grundstein für jeden strategischen Planungsprozess angesehen. Ohne akkuraten und systematischen Informationsquellen kann eine angemessene Bewertung und Analyse nicht erreicht werden. Wenn nur eine einzige, konkrete Informationsquelle fehlt, kann die medizinische Hilfsorganisation große Hindernisse begegnen, was durch das Bedürfnis für akkurate und aktualisierte Informationen steht, um strategisch zu operieren und zu planen. Deshalb haben die Union of Medical Care and Relief Organizations (UOSSM) und die Physiker Across Continents (PAC) selber die Initiative ergriffen um einen Prozess für systematische Datensammlung zu erstellen, in Kooperation mit anderen Organisationen vor Ort, wie das Syrian American Medical Society ( SAMS), Syrian Expatriate Medical Association (SEMA), und lokale Gesundheitsdirektoren.

 

Die Situation in Syrien ist verzweifelt:

Syrien begegnet heute eine der komplexesten und dynamischsten humanitären Krisen in der Welt. Seit März 2011 wurden fast ein Viertel von Millionen Syrier  umgebracht und über eine Millionen wurden verletzt. 4,8 Millionen Syrer wurden gezwungen, das Land zu verlassen und 6,5 Millionen wurden intern verdrängt, was Syrien zur größten Verdrängungskrise global macht. 

2016 waren schätzungsweise 13,5 Millionen Leute, davon 6 Millionen Kinder, in der Not von humanitärer Unterstützung. Von diese 4,6 Million waren viele in schwer erreichbaren Gebieten, davon 500.000 Menschen in belagerten Gebieten.

Gemäß der aktuellen Zahlen benötigen 11,5 Millionen Syrer Gesundheitsfürsorge, 13,5 Million benötigen sozialen Schutz und 12,1 Million benötigen Wasser und Sanitation, während 5,7 Million Kinder Bildung brauchen, wovon 2,7 Million in Syrien keine Schule besuchen. Über 2,48 Million Menschen leiden an einem Nahrungsdefizit, währen 1,5 Million Unterkunft und Haushaltsgüter benötigen.

Syriens Entwicklung ist in den letzten vier Jahrzehnten zurückgegangen. Vier in fünf Syrer leben in Armut. Seit die Krise 2011 begann, sank die Lebenserwartung der Syrer mit mehr als 20 Jahren, während die Schulanwesenheit um mehr als 50 Prozent sank, mit mehr als 2 Million Kinder, die sich nicht mehr in der Schule befinden. Syrien verzeichnet eine Wende in allen 12 Indikatoren für Millennium-Entwicklungsziele. Die syrische Wirtschaft hat sich über 40 Prozent seit 2011 zurückgezogen, was dazu führt, dass die Mehrheit der Syrer ihre Existenz verloren haben.

Humanitärer Zugang für Menschen in Not in Syrien bleibt ein fortführender Konflikt, bei denen Frontlinien verlagert werden, administrative und bürokratische Hürden bestehen, Gewalt entlang Zugangsrouten, sowie die allgemeine Sicherheit und Sicherheitsbedenken, die im Gegensatz zu internationalen Gesetzen, wie dem humanitären Gesetz und Menschenrechte stehen. Während der Einstellung der Feindseligkeit, seit dem 27. Februar 2016, werden Verbesserungen willkommen geheißen, sowie vorzeitige Unterstützung in den belagerten und schwer erreichbaren Gebieten geleistet, die reguläre und anhaltende Unterstützung brauchen.

Es wird zunehmen schwierig für Syrer, Sicherheit zu finden, inklusive derer, die Asyl suchen. Solche Schwierigkeiten resultieren in einem Rückgang der neu angekommenen, registrierten Flüchtlinge und deren Möglichkeit, internationalen Schutz zu suchen.

 (UNOCHA, 2016)

 

Wie UOSSM-Deutshland einen Unterschied macht:

Wir mobilisieren Unterstützung und geben medizinischer Versorgung und humanitäre Hilfestellung für die Menschen in Syrien, die nicht in der Lage sind, diesen anders zu bekommen.

Durch den Krankenhaussupport, Zentren für medizinische Grundversorgung, mobile Kliniken, Leistungen für psychosoziale Unterstützungen und die Distribution von medizinischer Versorgungsstoffe, retten wir Leben und ändern dieses zum besseren.

Wie Sie helfen können:

Bitte helfen Sie uns, indem Sie spenden, Freiwilligenarbeit leisten oder einfach nur der Welt von unserer Arbeit erzählen.